Eindrücke von der Münchner Gruppe 2013 – MüPiGru (MünchnerPionierGruppe)

Die Weiterbildung war für mich beruflich und persönlich eine wertvolle und bereichernde Erfahrung. Christian Priors Didaktik zeichnet sich durch Leichtigkeit und Charme aus und ist auf der anderen Seite gleichzeitig intensiv und fordernd. Die Teilnehmer, allesamt erfahrene Mediatoren und Ausbilder, haben die Besonderheiten der Klärungshilfe im Detail und Tiefe gemeinsam ausgelotet. Ich gehe heute entspannt und zuversichtlich in hoch eskalierte Konflikte und mache die Erfahrung, dass die Klärungshilfe die unternehmerischen Rahmenbedingungen optimal berücksichtigt und die Entwicklung einer echten Streitkultur fördert.

Dr. Margret Ammann
Global Ombudsperson, SAG AG
Walldorf

Eine tiefe und nachhaltige Erfahrung, diese 16 Weiterbildungstage mit Christian Prior und Susanne Ulrich sowie uns 15 ausgebildeten MediatorInnen, SupervisorInnen und Beratern. Dass diese 16 Tage so gehaltvoll und gut waren, hat nicht nur mit dem überzeugenden Konzept der Klärungshilfe, sondern auch und in besonderer Weise mit Christian Prior zu tun:
In der von ihm angebotenen 16-tägigen Intensiv-Fortbildung in Klärungshilfe lebt Christian Prior die Inhalte, die er uns 15 Teilnehmern als essenzielle Bausteine einer guten Klärungshilfe vermittelt:
Enorme Präsenz, intensive Wahrnehmung des gesamten Kontextes, tiefgehende Empathie, genaues Gespür für Zwischentöne und die Fähigkeit, das innere Team da, wo es angezeigt ist, zu Wort kommen zu lassen. Da können auch immer wieder auftauchende innere Zweifel einen Platz haben, ohne dass dies die Handlungsfähigkeit des Seminarleiters/Klärungshelfers in Frage stellt.
In der Gestaltung des Seminars demonstriert er nicht Struktur, sondern er strukturiert. Er steht zu seiner Leiterrolle, ist gleichzeitig immer bereit, eine andere Richtung einzuschlagen, wenn das der Lernprozess bzw. die Resonanz aus der Gruppe als angemessen und stimmig erscheinen lassen.
Er gestaltet den Lernprozess als eine Mischung aus einer immer interessanten und aufre-genden Wissensvermittlung, aus der Herausforderung für die Teilnehmer im Rollenspiel zur Übung im Umgang mit schwierigen Konfliktsituationen sowie aus der Präsentation seines reichhaltigen „Schatzes“ an Erfahrungen. Das alles wird durch die von ihm moderierten se-minartäglichen metakommunikativen Morgenrunden auf der Grundlage der themenzentrier-ten Interaktion nach Ruth Cohn abgerundet, mit Hilfe derer er sicherstellt, dass von allen das gesagt wird, was gesagt werden muss, bezüglich jedes Teilnehmers über sich, über die Gruppe, über das Thema und sonstige das Befinden der Teilnehmer beeinflussende äußere Dinge.
Ein Lehrer, der seine Schüler nicht liebt, ist kein guter Lehrer. Und Christian Prior ist ein guter, ja ein sehr guter Lehrer. Seine sichtbare Zuwendung zu den Teilnehmern der Gruppe ver-mittelt Sicherheit, in diesem oft mühseligen Prozess der Entwicklung zum Klärungshelfer, geleitet und getragen zu sein.
Christian Prior ist – da folgt er in guter Tradition seinem Lehrmeister Christoph Thomann – enorm freigebig. Er hütet sein Wissen und seine Erfahrungen nicht wie einen geheimen Schatz, sondern ist – das hat er schon in seinem Buch „Klärungshilfe 3“ nachhaltig demons-triert – ständig bereit, dieses Wissen und seine Erfahrungen weiterzugeben.
Dafür bin ich ihm sehr, sehr dankbar.
München, den 16. Juli 2013

Dr.Walter Obenaus
Mediator BM®
Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht a.D.
Dipl.Volkswirt, Dipl. INSEAD (MBA)
München

Ist es wirklich möglich in 16 Tagen Klärungshilfe zu lernen, um sich dann wie im grünen Praxishandbuch beschrieben durch die Schlangengrube wie Christian Prior zu bewegen?
4 Blöcke verbrachte ich mit 15 weiteren gut ausgewählten Mediatoren und Mediatorinnen, um mein/unser Können durch die Klärungshilfe zu bereichern und zu ergänzen. Bereits nach den ersten 2 Tagen war ich vom Wissen der mit mir lernenden Kollegen beeindruckt und freute mich auf einen regen, vielfältigen, fachlichen Austausch, der sich von Modul zu Modul intensivierte und das reichhaltige Klärungshilfeprogramm zu einer Intensivkur werden ließ.
Rückblickend folgte die Gestaltung der Fortbildung einer auf verschiedenen Ebenen wirkenden Dramaturgie. Etwas geschah mit mir, was ich erst nach dem letzten Modul greifen konnte: Der Satz von Christoph Thomann „Wahrheit heilt“ war nicht mehr nur ein Gedanke, der einleuchtet sondern verband sich mit meiner mediativen Haltung und wurde in mir lebendig. Sicherlich war das ein entscheidender Moment für die in mir bis dahin brennende Frage, ob man einfach so ins Blaue hinein sich der intimen Wahrheit einer Person oder einer Gruppe nähern und sie aussprechen darf.
Christian ist es als Leiter gelungen die Klärungshilfe während des Lernens vorzuleben – nichts ist überzeugender als das, auch wenn er dadurch vorübergehend einer kritischen Überprüfung durch den einen oder anderen Teilnehmer ausgesetzt war. Oder es kamen Spannungen zwischen uns Lernenden auf, die sofort ans wohlige Licht der Wahrheit von ihm geholt wurden, leichtfüßig, ernsthaft, direkt und herzlich zugleich – das machte die Bearbeitung vor der ganzen Gruppe verträglich. Auch, dass ich im Widerstand Respekt erfuhr, dass mir statt Angriff oder Ordnungsaufruf entwaffnende Offenheit und Fehlerfreundlichkeit in beide Richtungen begegnete, war ungewohnt und heilsam. Und: Nicht nur die Teilnehmer lernen sondern auch ihr Lehrer. Sein intuitives und gleichzeitig strukturiertes Vorgehen (Metakommunikative Morgenrunden, Meditationen, Lerntagebuch und Repetitorien), die Rollenspiele immer mit eigenen Fällen und somit eigener Betroffenheit, das Nutzen der Ressourcen der Gruppe haben diese 4 Blöcke zu einer ganz runden Sache werden lassen.
Das Versprechen der Wahrheit wurde gelebt. Es wurde spürbar, dass das in einer akuten Situation nicht immer schön und schonend ist, dass es auch ein Stück ums „Aushalten-können“ geht, sich dann aber in ein „Schenken-wollen“ verwandelt. Das wiederum verwandelt die eigene Sorge vor der Schlangengrube in eine neugierige Suchbewegung, wo und wie sich denn die Wahrheit der Situation darstellt. Und das hat mir schon geholfen mich, wie im grünen Buch beschrieben, in der Klärung zu bewegen.

Lisa Kosman
Mediatorin und Ausbilderin BM
Berlin

„Die Ausbildung `Klärungshilfe für Mediatoren` empfand ich gleichermaßen klar, strukturiert und inhaltsgewaltig wie fein, sensibel und orientiert an den Bedürfnissen der TeilnehmerInnen. Lernen mit allen Sinnen auf allen Ebenen mit einem authentischen und professionellen Trainer. Danke Christian!“

Karin Schreiner
Mediatorin BAFM
Trainerin DVNLP
Rosenheim

Die Ausbildung „Klärungshilfe für Mediatoren“ war in jeder Hinsicht ein Highlight für mich! Persönlich für mich, nach vielen Weiterbildungen das vorerst letzte Stück zum nun ganz Runden gefunden zu haben! Vor allen Dingen aber auch, weil einfach alles stimmte: Angefangen beim Plus der Ausbildung im Cap-Institut mit Susanne Ulrich.
Dann die klare Richtung; es gab für mich nie Zweifel darüber, was Klärungshilfe ist, will und bedeutet. Dazu noch die direkte und durchaus elegante Verknüpfung von Klärungshilfe und dem Ausbildungskonzept. Was aber im ganz Besonderen? Dass Christian Prior nie den Anspruch einer Absolutheit für seine Methode erhoben hat! Und das bei aller Alleinstellung und Besonderheit der Klärungshilfe!
Und nicht zuletzt einen Lehrer, der so für seine Methode einsteht, immer wieder auch mit ihr und sich ringt und über eine Wachheit und Präsenz verfügt, die ich durchaus als einmalig erlebe! Nicht zu vergessen: sein Humor!
Ich danke aus vollem Herzen!

Carsten Banse
Supervisor

Lieber Christian,
die Ausbildung bei Dir ist ein echter Gewinn für mich – sie ist methodisch wunderbar abwechslungsreich und nutzt alle Kanäle – intellektuell, emotional und oft auch sehr sinnlich. Ich habe die intensive und gleichzeitig leichte Lernatmosphäre genossen, in der die Tage wie im Flug vergehen. Aber der Blick auf die entstandenen Unterlagen ruft mir die Tiefe, die Fülle, den Rhythmus und den Takt ins Bewusstsein. Mir werden viele Lernsituationen, die Du „inszeniert“ hast, nachhaltig als Bild vor Augen bleiben.
Mit der Klärungshilfe erweitern sich meine Handlungsspielräume als Supervisorin, Mediatorin, Beraterin für Führungskräfte und Unternehmen. Wo ich bisher an scheinbar unüberwindliche Grenzen gestoßen bin – bei den unversöhnlichen und harten Gefühlen – kann ich meinen Kunden nun einen Weg anbieten, der ihnen zur Klarheit verhilft und eine gute Chance darauf bietet, ihre Konflikte zu bewältigen.
Die Ausbildung bei Dir ist gerade vor dem Hintergrund (m)einer langen Berufserfahrung wertvoll, nicht zuletzt, weil Du eine Lerngruppe aus „alten Hasen“ zusammen gestellt hast, deren reicher Erfahrungsschatz sichtbar werden konnte – ein Gewinn für mein kollegiales Netzwerk.
Ich freue mich bereits auf eine Fortsetzung und Vertiefung mit Dir und unserer Lerngruppe.
Irmela
PS. Ich werde mir meine alte Konstantin Wecker-Platte und Simon & Garfunkel wieder rausziehen!!

Irmela Feige
Moderation, Supervision, Training, Hamburg

Ich habe Christian Prior und die Klärungshilfe auf einem Kongress kennen gelernt und war von beidem sehr beeindruckt.
Für mich stand gleich fest: Das möchte ich unbedingt lernen! Mit dieser Euphorie bin ich ins erste Ausbildungsmodul eingestiegen und habe gleich gespürt, dass dies genau das ist, was ich brauche.
Ich habe in der Ausbildung kennen gelernt, was es ausmacht, wenn man nicht rein kopflastig lernt, sondern das Erlebte in sich wirken lässt und das Vertrauen haben kann, dass sich alles ineinander fügt.
So war es denn auch am Ende des vierten Moduls der Ausbildung. Die Klärungshilfe ist in meinem leben sehr willkommen und lässt sich für mich im beruflichen Kontext der Konfliktbegleitungen in Unternehmen sehr gut einbinden.
Vielen Dank lieber Christian, dass ich Dich und die Klärungshilfe getroffen habe!

André Thomaßen
Rechtsanwalt und Mediator, Rosenheim